Einnahmenüberschussrechnung



Willkommen auf der Seite zur Einnahmenüberschussrechnung. Auf dieser Seite finden Sie hilfreiche Informationen und interessante Links zur Einnahmenüberschussrechnung.als vereinfachte Gewinnermittlung. Auch werden die Unterschiede zur Gewinn- und Verlustrechnung bei der Bilanzierung aufgezeigt.

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Die Einnahmenüberschussrechnung wird häufig auch als Einnahme-Überschuss-Rechnung oder kurz als EÜR bezeichnet und stellt eine vereinfachte Methode zur Gewinnermittlung dar. Gesetzlich geregelt ist diese Gewinnermittlungsart in §4(3) EStG. Bei der Einnahmenüberschussrechnung kommt es im Gegensatz zur Gewinn Und Verlustrechnung bei der Bilanzierung zum großen Teil auf den Zeitpunkt der Zahlungsflüsse an. Die Entstehung von Zahlungsverpflichtungen wie Forderungen oder Verbindlichkeiten ist dabei vielfach unbeachtlich. Die Einnahmenüberschussrechnung ist mittlerweile (Veranlagungszeiträume ab 2011) auf elektronischem Weg an das Finanzamt zu übermittlen. Viele Steuerprogramme bieten die Möglichkeit, neben den Steuererklärungen auch eine Einnahmenüberschussrechnung zu erstellen und diese in elektronischer Form an das Finanzamt zu übertragen. Auch ist es mit Hile einer Steuersoftware relativ einfach möglich, einen Steuerbescheid zu überprüfen, damit gegebenfalls Einspruch eingelegt werden kann.


   

Was ist der Unterschied zwischen einer Einnahmenüberschussrechnung und der Gewinn- und Verlustrechnung bei der Bilanzierung?

Beim Betriebsvermögensvergleich handelt es sich um eine periodengerechte Gewinnermittlung auf der Basis der doppelten Buchführung. Hierzu gehören die Bilanz, eine Gewinn- und Verlustrechung ein Kassenbuch und die Inventur. Erlöse und Aufwendungen werden grundsätzlich dem Jahr zugerechnet, in dem sie angefallen sind.

Als Vorteil der Einnahmenüberschussrechnung wird häufig angeführt, dass es einfacher als beim Betriebsvermögensvergleich ist, Zahlungen in andere Wirtschaftsjahre zu verlagern und so eine vorteilhafte Gewinnverschiebung vornehmen zu können. In wieweit Vorauszahlungen, Vorschussleistung oder die Stundung eines Rechnungsbetrags rechtsmissbräuchlich sind, sollten Sie mit einem Steuerberater klären. Hier finden Sie Hinweise zu Steuerberatergebühren.


   

Wer muss bilanzieren und eine Gewinn- und Verlustrechnung erstellen?

Zwingend einen Betriebsvermögensvergleich durchführen müssen Kaufleute und Personengesellschaften, die nach Handelsrecht verpflichtet sind, Bücher zu führen und Abschlüsse zu machen. Darüber hinaus sind auch Kapitalgesellschaften und Genossenschaften buchführungspflichtig und zur Bilanzierung verpflichtet, sowie alle gewerblich tätigen natürlichen und sonstigen juristischen Personen, die unter den Kaufmannsbegriff des Handelsgesetzbuches fallen.

Es kann aber auch sein, dass für gewerblichen Unternehmer und Land- und Forstwirte eine Buchführungspflicht nach anderen Gesetzen wie z.B. §141 AO besteht. Die Pflicht zur Buchführung ergibt sich hier, sobald bestimmte Gewinn- oder Umsatzgrenzen überschritten werden. Fragen Sie hierzu im Zweifel am besten einen Steuerberater.

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Wer darf den Gewinn oder Verlust durch Einnahmenüberschussrechnung ermitteln?

Alle Freiberufler dürfen den Gewinn durch Einnahmenüberschussrechnung ermitteln und zwar unabhängig von der Höhe der Besteuerungsgrundlagen. Des Weiteren können aber auch kleinere BGB-Gesellschaften und Kleingewerbetreibende den Gewinn im Rahmen der Einnahme-Überschussrechnung ermitteln. Voraussetzung ist, dass sie nicht eine Gewinn- Und Verlustrechnung in einem Betriebsvermögensvergleich vornehmen müssen.

   

Wie werden Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens in der Einnahmenüberschussrechnung behandelt?

An dieser Stelle ist die Unterscheidung zwischen abnutzbarem, nichtabnutzbarem Anlagevermögen und Umlaufvermögen notwendig. So gehört bei einem Grundstück im Betriebsvermögen der Grund und Boden zum nichtabnutzbaren Anlagevermögen und das Gebäude zum abnutzbaren Anlagevermögen. Zu beachten ist, dass Anschaffungsnebenkosten, wie die Grunderwerbsteuer oder Notarkosten in der Regel ebenfalls zu den Anschaffungskosten zählen. Kreditzinsen für einen betrieblichen Kredit zählen hingegen zu den Finanzierungskosten und sind als solche sofort abzugsfähig.

   

Abnutzbares Anlagevermögen

Für das abnutzbare Anlagevermögen wie z. B. Computer oder Pkw dürfen Betriebsausgaben unabhängig von der Zahlung nur in Höhe der Absetzungen für Abnutzung (AfA) geltend gemacht werden. In beiden Fällen muss darauf geachtet werden, dass im Ergebnis auch der private Anteil, beim Firmenwagen etwa einem Fahrtenbuch entsprechend, berücksichtigt wurde. Werden diese Wirtschaftsgüter veräußert, liegen in Höhe des Restbuchwerts Betriebsausgaben vor. Bei Zahlungseingang liegen dann im Gegenzug Betriebseinnahmen in Höhe des Veräußerungserlöses vor.

   

Nicht abnutzbares Anlagevermögen

Bei nicht abnutzbarem Anlagevermögen können bei Zahlung im Anschaffungszeitpunkt keine Betriebsausgaben abgesetzt werden. Erst bei der späteren Veräußerung werden die Anschaffungskosten dem Veräußerungserlös in der Einnahmenüberschussrechnung gewinnwirksam gegenübergestellt.

   

Unterschied beim Umlaufvermögen in der Einnahmenüberschussrechnung und der Gewinn- und Verlustrechnung bei der Bilanzierung

Bei Kauf oder Verkauf von Wirtschaftsgütern der Umlaufvermögens wie z. B. Waren entstehen grundsätzlich erst im Zeitpunkt der Zahlung Betriebsausgaben bzw. Betriebseinnahmen. Forderungen und Verbindlichkeiten sind insofern zunächst unbeachtlich. Bei der Gewinnermittlung besteht hier also ein großer Unterschied zu einer Gewinn- Und Verlustrechnung bei der Bilanzierung. Die Verbuchung von Forderungen und Verbindlichkeiten stellt sich beim Betriebsvermögensvergleich in der Gewinn- und Verlustrechnung grundsätzlich als erfolgsneutral dar.

Zu beachten ist allerdings, dass eine derartige Behandlung in der Einnahme-Überschussrechnung ab dem 5.5.2006 für z.B. Wertpapiere, Gesellschaftsanteile sowie Grundstücke im Umlaufvermögen nicht mehr möglich ist. Die steuerliche Behandlung erfolgt hier dem Anlagevermögen entsprechend.

Wer im betrieblichen Bereich Geld anlegen will, sollte beachten, dass Zinsen aus Tagesgeld oder Festgeld im Betriebsvermögen nicht der Abgeltungsteuer unterliegen. Insofern kann für ein betriebliches Konto oder Depotkonto grundsätzlich auch kein Freistellungsauftrag gestellt werden. Wann die betrieblichen Zinsen auf dem Tagesgeldkonto oder Festgeldzinsen bei Freiberuflern, Einzelunternehmen oder Personengesellschaften dem so genannten Teileinkünfteverfahren unterliegen und was der Unterschied bei Kapitalgesellschaften ist, fragen Sie am besten einen Steuerberater.

   

Was ist bei Einlagen und Entnahmen in der Einnahmenüberschussrechnung zu beachten?

Nach herrschender Meinung sind diese insoweit zu berücksichtigen, als sie den Gewinn beeinflussen. So werden Sachentnahmen grundsätzlich in Höhe des Verkehrswertes -vergleichbar mit einem Verkauf - zu Betriebseinnahmen führen und den Gewinn erhöhen. Auf der anderen Seite werden Sacheinlagen - vergleichbar mit einem Kauf - grundsätzlich als Betriebsausgaben behandelt. Die Einlagen und Entnahmen von Geld sind grundsätzlich als Gewinn neutral zu beurteilen.

   

Unterschied Einnahmenüberschussrechnung und Gewinn- und Verlustrechnung bei Umsatzsteuerzahlungen

Die vereinnahmten Umsatzsteuerbeträge sowie vom Finanzamt erstattete Vorsteuern müssen in der Einnahmenüberschussrechnung als Betriebseinnahmen angesetzt werden. Im Gegenzug dazu dürfen die an andere Unternehmer bzw. das Finanzamt gezahlten Umsatzsteuerbeträge als Betriebsausgaben abgezogen werden. Auch hier gilt jeweils das Zu- und Abflussprinzip. Auch in diesem Punkt besteht bei der Gewinnermittlung also ein großer Unterschied zu einer Gewinn- Und Verlustrechnung bei der Bilanzierung.

Bei der Fakturierung bzw. der Abgabe der Umsatzsteuervoranmeldung ist zu beachten, dass für den Vorsteuerabzug eine ordnungsgemäße Rechnung vorliegen muss. Das bedeutet, dass etwa in der Rechnungsvorlage Ihrer Rechnungssoftware alle notwendigen Rechnungsangaben enthalten sein müssen, damit der Rechnungsempfänger gegebenenfalls den Vorsteuerabzug erhält.

   

Links

Weitere Anregungen und Erläuterungen können Sie auf den Seiten BStBK, Datev oder bei Elster.de sowie in der Broschüre zum Thema Einkommensteuer und Lohnsteuer finden.






Übersicht:

1. Was ist der Unterschied zwischen einer Einnahmenüberschussrechnung und der Gewinn- und Verlustrechnung bei der Bilanzierung?
2. Wer muss bilanzieren und eine Gewinn- und Verlustrechnung erstellen?
3. Wer darf den Gewinn oder Verlust durch Einnahmenüberschussrechnung ermitteln?
4. Wie werden Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens in der Einnahmenüberschussrechnung behandelt?
5. Abnutzbares Anlagevermögen
6. Nicht abnutzbares Anlagevermögen
7. Unterschied beim Umlaufvermögen in der Einnahmenüberschussrechnung und der Gewinn- und Verlustrechnung bei der Bilanzierung
8. Was ist bei Einlagen und Entnahmen in der Einnahmenüberschussrechnung zu beachten?
9. Unterschied Einnahmenüberschussrechnung und Gewinn- und Verlustrechnung bei Umsatzsteuerzahlungen
10. Links


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Übersicht:

1. Was ist der Unterschied zwischen einer Einnahmenüberschussrechnung und der Gewinn- und Verlustrechnung bei der Bilanzierung?
2. Wer muss bilanzieren und eine Gewinn- und Verlustrechnung erstellen?
3. Wer darf den Gewinn oder Verlust durch Einnahmenüberschussrechnung ermitteln?
4. Wie werden Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens in der Einnahmenüberschussrechnung behandelt?
5. Abnutzbares Anlagevermögen
6. Nicht abnutzbares Anlagevermögen
7. Unterschied beim Umlaufvermögen in der Einnahmenüberschussrechnung und der Gewinn- und Verlustrechnung bei der Bilanzierung
8. Was ist bei Einlagen und Entnahmen in der Einnahmenüberschussrechnung zu beachten?
9. Unterschied Einnahmenüberschussrechnung und Gewinn- und Verlustrechnung bei Umsatzsteuerzahlungen
10. Links